Weiße Schokoladen-Lilien

Mit der richtigen Dekoration kann man aus jedem, noch so einfachen Kuchen etwas ganz besonderes machen. Man kann die Schoko-Deko in Ruhe vorbereiten und bis zu ihrem Einsatz in einer Tupperdose aufbewahren.

Diese Lilien sind im Grunde einfach herzustellen. Das einzig komplizierte daran ist die ständige Kontrolle der Schokoladen-Temperatur. Hier gibt es kein ‚in etwa‘ oder ‚ungefähr‘, ein oder zwei Grad Unterschied können die ganze Arbeit zunichte machen.

Diese Himbeer-Sahne-Torte bietet durch ihr kräftiges pink einen tollen Kontrast zu dem weißen Blüten. Die Blüten machen aber auch aus einem schlichten Marmorkuchen eine richtige Geburtstagstorte,

Schokolade enthält Kakaobutter, deshalb ändert sie beim Erwärmen und Abkühlen ihre Struktur. Jeder kennt das Problem: die Tafel Schokolade lag in der Sonne, ist angeschmolzen und bekommt, nachdem sie wieder fest geworden ist, weiße Flecken. Alles recht unappetitlich.

Damit das nicht passiert, die Schokolade einen schönen Glanz hat und beim Abbrechen fest und knackig ist, muss man bei der Verarbeitung immer auf die richtige Temperatur achten. Ein paar Grad hin oder her entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. Am besten arbeitet man mit einem digitalen Infrarot-Thermometer, die bekommt man schon für unter 20€.

Ich empfehle die Schokolade nicht im Wasserbad zu erhitzen, sondern in der Mikrowelle. Im Wasserbad das Risiko zu groß, dass Tropfen in die Schokolade fallen und dadurch die ganze Schokolade unbrauchbar wird.

Regeln zum Schmelzen und Temperieren von Schokolade

  • Schokolade raspeln oder mit einem Messer in kleine Stücke schneiden
  • In ein Mikrowellen-geeignetes Gefäß geben.
  • 20 Sekunden erhitzen, dann umrühren und den Vorgang wiederholen bis alle Schokoladenstücke geschmolzen sind.
  • Während dieses Vorgangs regelmäßig die Temperatur der Schokolade messen, 45°C sollen nicht überschritten werden, wird die Schokolade zu heiß wird sie fest und unbrauchbar.
  • Vor dem weiterverarbeiten muss die Schokolade jetzt abgekühlt werden (temperiert) . Dabei ist wichtig, dass sie in Bewegung bleibt. Profis gießen die Schokolade dafür auf eine Marmorplatte und bearbeiten sie mit einer Metallpalette. Hat man diesen Luxus nicht, kann man auch mit Löffel und einer Schüssel arbeiten. Es ist wichtig, daß die Schokolade während des Abkühlens bewegt wird.
  • Bei diesen Temperaturen kann die Schokolade schließlich weiterverarbeitet werden:
  • Weiße Schokolade 28°C
  • Vollmilchschokolade 29°C
  • Dunkle, zartbitter Schokolade 30°C
  • Für den Anfang empfehle ich deshalb mit dunkler Schokolade zu beginnen. Weiße Schokolade hat eine Arbeitstemperatur von 28°C. Es bleibt also wenig Zeit für die Verarbeitung, da sie zu schnell abkühlt und fest wird.

Acetatflolie flach auf den Tisch legen, mit 2 Messern links und rechts fixieren, 2 große Tropfen temperierte Schokolade darauf setzen.

Mit einem Küchenmesser den Tropfen eine kleine Spitze geben

Folie anheben und die Tropfen nach unter laufen lassen.

Folie zu einem Bogen formen, mit Tesafilm fixieren.

Anstatt die Folie mit Tesafilm zu fixieren, kann man sie auch in eine Tasse schieben.

Alu-Folie, über einen dünnen Flaschenhals, zu einer kleinen Schale formen.

Alu-Form in eine Espressotasse stellen und 5 Blütenblätter darin verteilen.

In die Mitte etwas flüssige Schokolade gießen und die Staubgefässe (dunkle Schokolade) in die noch flüssige Schokolade setzen. Gut auskühlen lassen.